«Die 40 tickenden Uhren erinnern mich an meine Verantwortung»

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Anna Jelen teilt sich die Zeit mit Sanduhren ein und erinnert sich mit 40 tickenden Uhren an die Vergänglichkeit.

Anna Jelen teilt sich die Zeit mit Sanduhren ein und erinnert sich mit 40 tickenden Uhren an die Vergänglichkeit.

Ein Handstand am Morgen, ein Eisbad am frühen Abend und vor dem Einschlafen ein Blick in die Sterne: Mit solchen Ritualen strukturiert Anna Jelen ihre Tage. Die Zeit-Expertin empfiehlt, höchstens zwei Mal pro Tag die Mails zu checken und sich auf drei wichtige Aufgaben zu konzentrieren. Und sie schwört auf Sanduhren, weil diese sie an die Kostbarkeit der verrinnenden Zeit erinnern.

Interview: Mathias Morgenthaler

Frau Jelen, Sie haben schon als Kind festgestellt, dass Sie ein spezielles Verhältnis zur Zeit und zur Endlichkeit haben. Wie äussert sich das heute mit knapp vierzig?

ANNA JELEN: Lange Zeit konnte ich mir nicht vorstellen, je ein solches Alter zu erreichen. Heute halte ich es zwar für möglich, 60- oder 65-jährig zu werden, aber ich bin noch immer viel stärker auf den Moment ausgerichtet als andere. Seneca ermahnte uns, nicht so zu leben, als hätten wir noch 1000 Jahre Zeit. Das klingt banal, aber ich sehe so viele Menschen, die sich halb tot arbeiten im Hinblick auf eine unsichere Zukunft. Viele von ihnen kommen nie in dieser Zukunft an

Artikel Quelle: https://blog.derbund.ch/berufung/index.php/36119/die-40-tickenden-uhren-erinnern-mich-meine-verantwortung/

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